Beardie in Not
Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Bearded Collie aus den unterschiedlichsten Gründen ein neues Zuhause sucht. Andererseits gibt es Menschen, die sich wegen ihrer Lebensumstände gerne einen Hund anschaffen würden, der bereits dem Welpenalter entwachsen ist. Manch einer wäre auch gerne bereit, aus Überzeugung einen Bearded Collie aufzunehmen, den das Schicksal ins Tierheim gespült hat oder - was noch besser wäre - ihn rechtzeitig davor zu bewahren. Wer einen Beardie adoptieren will, sollte wissen, dass er unter Umständen ein Übermaß an Geduld und Verständnis aufbringen muss. Denn einige dieser Hunde sind leider ängstlich und verstört, manche auch absolut unerzogen.
Bei jeder Vermittlungsaktion steht ausschliesslich das Wohl des Hundes im Mittelpunkt und nicht die Befindlichkeit seines Noch-Besitzers.
Wer seinen Bearded Collie abgibt, kann für ihn kein Geld beanspruchen!
Koordination
Dr. Antonietta Pallavicini im CfBrH, Telefon: +49 (0)7704 358219
Dr. Doris Baumgarten im BCCD, Telefon: +49 (0)6762 6578
Houdini, der Streuner von Santorini
Wenn Beardies in Not vermittelt werden, nimmt kaum jemand Notiz davon. Bei Houdini war das ganz anders. Sein Schicksal mit Happy-End wurde vor etlichen Jahren weltweit von vielen Beardie-Freunden verfolgt und machte Schlagzeilen vor allem in Amerika und Europa.
Houdini war einer der zahllosen Streuner auf der griechischen Insel Santoroni, offensichtlich von Touristen ausgesetzt. Mazie Blanks, eine engagierte amerikanische Beardie-Liebhaberin, entdeckte ihn während einer Urlaubsreise und brachte ihn zunächst bei einer Tierärztin auf der Insel unter. Wieder zuhause in Atlanta, stellte sie für Houdini eine eigene Website ins Netz. Und nur wenige Stunden später stand fest, dass im schwäbischen Balingen neue Pflegeeltern auf ihn warteten.
Die Spendengelder einiger Tierfreunde sowie der Betrag, der bei einer spontanen Sammlung auf einer Hundeshow zusammenkam, reichten aus für ein Flugticket in die Ägäis. Und so wurde der Beardie, damals geschätzte drei Jahre alt, bei nächster Gelegenheit vor Ort abgeholt. In seiner neuen Heimat fühlte sich Houdini vom ersten Augenblick an pudelwohl. Streunen war kein Thema mehr. Seine Augen, die vermutlich wegen permanenter Unterversorgung und falscher Ernährung stark getrübt waren, sind dank guter tierärztlicher Versorgung wieder klar geworden.
Wer Houdini streichelte - er genoss das sehr wie alle Beardies - konnte unter seiner Haut etliche Schrotkugeln spüren. Sie erinnerten auf drastische Weise an das Hundeelend unter südlicher Sonne.
